Myanmar oder auch bekannt als Burma war auf meiner Bucketlist immer weit oben, nun konnte ich endlich diesen Punkt abhaken. Die Vorfreude war groß doch noch stand mir das Visum im Wege welches ich noch nicht beantragt hatte. Die Bearbeitungszeit hierfür beträgt ca. 5 Werktage. Diese wollte ich allerdings nicht in Kathmandu totschlagen, da ich wie im letzten Beitrag geschrieben hatte schon viel Zeit in der Stadt verbracht hatte. Glücklicherweise war eine gute Freundin von mir in Thailand.

Eigentlich kann ich Thailand nicht leiden bzw. wollte ich es auch nicht besuchen. Die mir bisher unbekannten Insel Koh Phayam und das chaotische Bangkok waren allerdings nicht unbedingt die schlechtesten Orte um Zeit zu vertrieben und ich konnte auch meine gute Freundin Angie mal wieder sehen 🙂 Also Ticket gebucht und hin! Nun aber mehr zu Myanmar 🙂

Yangon

Die Hauptstadt von Myanmar ist Bangkok sehr ähnlich. Überall wuselt es und an jeder Straßenecke bieten Einheimisch mir teils unbekanntes Essen an. Die Hauptattraktion ist die  Shwedagon Pagode welche auf deren Spitze einen 76-karatiger Diamant thront. Gerade zum Sonnenuntergang bietet es sich an diese zu besuchen. Nicht, weil zu dieser Zeit weniger Touristen vorzufinden sind sondern weil sich dann die goldplatten gedeckten Pagoden vor dem Sonnenuntergang erheben.

Die Zugfahrt um Yangon war für mich genauso sehenswert. Hier gewinnt man erst einen richtigen Eindruck wie groß die Stadt eigentlich ist und wie die Menschen in und um Yangon leben. Aber auch im inneren des Zuges gibt es einiges zu erleben. Neben ein paar Touristen, vielen Einheimischen fahren auch viele Händler mit dem Zug bei denen man von Wachteleiern bis hin zu Bananen alles bekommt. Auch ein blinder einheimischer Gitarrenspieler versucht sein Glück.

Inle lake

Das am nördlich Rand des Sees befindliche Ort Nyaung Shwe ist der perfekte Ausgangspunkt für das absolute Must-See in Myanmar. Mit einem Longtailboot kann man sich von dort aus auf den See bringen lassen um Giraffenhalsfrauen, auf Stelzen errichteten Dörfer die sich in Mitten des Sees befinden, schwimmende Anbaufelder, unzählige Pagoden, Fischer die mit einer weltweit einzigartigen Technik fischen und unterschiedliche Manufakturen erkunden. Bevor es für mich auf den See ging er kundschaftete ich mit dem Fahrrad für einen Tag die Umgebung. Kaum störender Verkehr und dessen Geräuschkulisse, einzig allein spielende Kinder und Natur bot sich mir. Für mich ein absoluter Hochgenuss so weit weg von jedem Trubel zu sein. Damit der Tag noch seinen Entspannungshöhenpunkt fand, radelte ich zum Nachmittag zu einer heißen Quelle in der man gegen eine Gebühr baden darf. Heiß, entspannend und mit einem kühlen Bier das perfekte Ende für einen Tag.

Da mein Hostel keine Küche hatte, ging ich abends in eines der plastikbestuhlten Restaurants. Jedes Restaurant der Welt kann sich von dem burmesischen Service noch eine Scheibe abschneiden. Besser geht es nicht! Die Freundlichkeit und mit der Zuvorkommnis mit der man mir entgegen kam war absolutes Maximum. Aber dazu im nächsten Blogpost mehr.

Am dritten und vorletzten Tag kam für mich mein Highlight und das wollte ich mir von keinem anderen Touristen versauen lassen, so bucht ich mir einen Private Tour mit dem Boot auf dem See. Nur so konnte ich konkret sagen was ich möchte und was nicht. Mein Fahrer konnte zwar kaum englisch aber er gab sich größte Mühe den Tag genau so gestalten wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich konnte dadurch den wenigen Touristen die sich auf und um den See befanden perfekt umgehen. Das ich eine Private Tour gewählt hatte, hatte sich als absolut richtige Wahl herausgestellt. Ich konnte so meinem Guide genau sagen wie er das Boot zu bewegen hatte um das perfekten Fotos einzufangen.

Im nächsten Blogpost zeige ich euch einer der besten Fotolocations der Welt und es geht in die Berge zu bisher kaum besuchten Bergdörfern 🙂

Cheers, Theo

 

Land: Myanmar

bereiste Orte: Yangon, Nyaung Shwe, Hsipaw, Mandalay, Bagan

Dauer: 15 Tage