Im ersten Teil habe ich euch ja schon von Yangon und dem Inle lake erzählt. Hier nun der zweite Teil von meinem Besuch in Myanmar 🙂

Hsipaw

In verschiedenen Teil des Landes herrscht momentan Bürgerkrieg ebenso in der Nähe des Orts Hsipaw. Nachdem ich mich bei Einheimischen erkundig hatte drohte wohl nur weiter um Norden von dieser Gegend Gefahr, so ließ ich mich nicht davon abhalten dorthin zu gehen. Denn hier besteht die Möglichkeit in Bergdörfer zu wandern welche bisher kaum von Touristen besucht wurden und genau das suchte ich.

Strecken dürfen in Myanmar nicht unterschätzt werden so brauchte ich mit dem Bus vom Inle Lake aus 16 Stunden für 314km. Gleich am selben Morgen der Ankunft ging es dann über die Anbaufelder in die Berge. Nach acht Stunden vorbei an einem Wasserfall und über Felder erreichten wir das Bergdorf und die Familie bei der wir schlafen sollten. Natürlich wurden wir mit der bisher bekannten Gastfreundschaft begrüßt und gleich mit bestem Essen und Tee versorgt. Nur sechs andere Touristen waren mit uns (Gruppe aus vier) in dem Bergdorf anzutreffen. Genau nach solchen Erfahrungen suche ich auf meiner Reise.

Die Einheimischen konnten zwar kein Englisch oder auch Deutsch, so übersetzte unser Guide die Sprache die nur in diesem Umkreis gesprochen wurde für uns. Dank seinem guten Englisch konnten wir uns so fasst normal mit den Menschen dort unterhalten. Am Abend besuchten wir noch eine andere Familie die uns natürlich auch nochmal zum Tee einlud.

Bagan

Mit dem Zug ging es am Tag nach der Ankunft von meiner Tour in den Bergen nach Mandalay um von dort weiter mit dem Bus nach Bagan zu kommen. Unglaublich aber wahr der Zug war noch langsamer als der Bus, insgesamt brauchte ich für 220km knapp 16,5 Stunden.

Bagan wird wohl einer der bekanntesten Orte in Myanmar sein, da er der Ort für Pagoden ist. Anscheinend sollen über 2.200 in und um den kleinen Ort befinden. Vielen kennen vielleicht das eine oder andere Bild bei dem man Ballons bei Sonnenaufgang umzingelt von Pagoden sehen kann. Genau das ist dort und bietet eine absolute Traumkulisse für Fotos.

Früh morgens um 4 ging es als in der Dunkelheit mit dem Elektroroller zu einer Pagode welche einen super Blick für den Sonnenaufgang bieten sollte. Ich wurde kein bisschen enttäuscht! Seht aber selbst in der Galerie 🙂

Freundlichkeit

Dieser Punkt muss ich meiner Meinung nach nochmals extra schildern. Die Einheimischen legen für mich bis heute eine unglaubliche Freundlichkeit an den Tag. Im Gegensatz zu vielen anderen Asiatischen Ländern möchte dir keiner etwas aufzwingen und falls gefragt werden sollte wird reicht ein freundliches nein völlig aus (selbst wenn man sich im Laden umschauen sollte).

Auf dem Inle Lake war ich zu Gast in Manufakturen für Lotusgarnklamotten, Silberschmuck, Eisenwarenschmiede, Zigarettenmanufaktur und Antiquitätenhändler und jeder zeigte mir den Herstellungsprozess ohne Geld zu erwarten. Natürlich kam am Ende der Tour ein kleiner Hinweis das ich auch etwas einkaufen könnte. In vielen davon bekam ich sogar unaufgefordert Tees und teils kleine Leckereien zu essen (ohne dafür zu bezahlen) und bei keinem hatte man das Gefühl das man ihnen etwas schuldig sei, sondern es einfach zur Gastfreundschaft dazu gehört.

Ein anderes Beispiel ist als ich in Nyaung Shwe in einem Restaurant nicht genügend Geld bei mir hatte um noch ein weiteres Essen zu bestellen. Der Kellner sah mich wie ich die Preise für das bereits gegessen und Getrunkene zusammenzählte und kam auf mich zu um mir zu sagen, dass der Reis nicht berechnen würde und es ebenso nichts ausmachen würde, wenn ich dennoch zu wenig Geld hätte. Ich würde mal behaupten, so etwas würde in Deutschland und vielen anderen Ländern nicht passieren.

Es gab noch viele weitere Situationen in denen mir gezeigt wurde das ich als Tourist kein laufender Geldbeutel bin, sondern ein Gast in einem fremden Land.

Fazit: Für mich war Myanmar war ein absoluter Traum vor und nach der Reise. Ich hätte mir mein Aufhalten kaum besser vorstellen können. Für die die Myanmar mit Thailand vergleichen wollen, ganz klar Myanmar!

Auf meiner Nepaltour hatte ich Adam und Vicki kennen gelernt, da wir uns mega gut verstanden hatten und beide in Indien waren, verabredeten wir Weihnachten gemeinsam in Goa/Indien zu verbringen. Adam hatte mich zudem eingeladen an der Rickshaw Challenge in Indien teilzunehmen. Was das ist und was wir für Unfug getrieben haben und warum wir einen wirklich dämlichen Rekord nun halten erzähl ich euch das nächste mal 🙂

Cheers, Theo

 

Land: Myanmar

bereiste Orte: Yangon, Nyaung Shwe, Hsipaw, Mandalay, Bagan

Dauer: 15 Tage